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Zielregionen: Griechische Inseln, Kos, Mytilene, Chania, Heraklion, Kreta, Rhodos, Samos, Karpathos, Korfu, Mykonos, Skiathos, Santorini, Zakynthos, Kalamata, Kefalonia, Griechisches Festland, Athen , Alexandroupolis, Kavala, Thessaloniki, Araxos, Preveza, Lefkas

Griechenland

(griechisch Elláda Ελλ?δα formell Ellás Ελλ?ς ‚Hellas‘; amtliche Vollform Ellinikí Dimokratía Ελληνικ? Δημοκρατ?α ‚Hellenische Republik‘, deutschsprachige Selbstbezeichnung Republik Griechenland[5]) liegt in Südosteuropa und ist ein Mittelmeeranrainerstaat. Das griechische Staatsgebiet grenzt an Albanien, Mazedonien, Bulgarien und die Türkei. Griechenland gehört seit 1981 zur Europäischen Union.

Geographie

Die regionale Gliederung Griechenlands

Griechenland liegt am östlichen Mittelmeer im Südosten Europas und setzt sich geographisch aus dem griechischen Festland am südlichen Ende des Balkans, der Halbinsel Peloponnes - welche jedoch durch den Bau des Kanals von Korinth (eingeweiht 1893) vom Festland getrennt wurde - sowie zahlreichen Inseln hauptsächlich in der Ägäis, im Ionischen aber auch im Libyschen Meer zusammen. Die politische Grenze nach Norden bilden die Staaten Albanien (282 km), die Republik Mazedonien (228 km) und Bulgarien (494 km) sowie im Osten die Türkei (206 km).[6] Eine natürliche Grenze bildet das Ionische Meer im Westen des Landes mit der italienischen Halbinsel und Sizilien sowie das Libysche Meer im äußersten Süden mit dem afrikanischen Kontinent. Die Insel Gavdos im Libyschen Meer ist der südlichste Punkt des Landes und gilt zudem geographisch als südlichster Punkt Europas.

Die Topographie Griechenlands

Das Land hat eine Gesamtfläche von 131.957 km²: 106.915 km² entfallen auf das Festland, 25.042 km² (knapp 19%) verteilen sich auf 3.054 Inseln, von denen 87 bewohnt sind.[7] Auf Grund des großen Inselreichtums erzielt Griechenland eine bemerkenswerte Küstenlänge von 13.676 km[8], wovon etwa 4.000 km auf das griechische Festland entfallen. Die zum Teil recht großen Distanzen innerhalb des Landes stellen im Verhältnis zu seiner relativ kleinen Gesamtfläche ein weiteres geographisches Merkmal dar. So beträgt die Luftlinie zwischen der Insel Othoni bei Korfu und der Insel Kastelorizo im äußersten Südosten Griechenlands 983 km. Die kleinste geographische Ausdehnung - mit unter 550 km Luftlinie - besitzt das Land in ostwestlicher Richtung.

Griechenland hat trotz seines stark maritimen Charakters einen Gebirgsanteil von 77,9 % und wird daher als Gebirgsland eingestuft. Zentrale Gebirge und Gebirgszüge des Landes sind das Pindos-Gebirge, der Olymp-Ossa-Pilion-Gebirgszug sowie das Rhodope-Gebirge auf dem griechischen Festland, das Taygetos-Gebirge auf der Halbinsel von Peloponnes und darüber hinaus das Ida- bzw. Psiloritis-Gebirge auf der Insel Kreta. Höchste Erhebung des Landes ist der Mytikas (2917 m) im Gebirgsstock des Olymp. Größere wirtschaftlich verwertbare Ebenen sind nur spärlich vorhanden und befinden sich hauptsächlich in den Regionen Thessalien, Makedonien und Thrakien.

Siehe auch: Liste griechischer Inseln, Liste der Berge oder Erhebungen in Griechenland

Klima

Griechenland hat überwiegend ein mediterranes Klima mit feucht-milden Wintern und trocken-heißen Sommern. An der Küste ist es im Winter sehr mild und es regnet häufig; Schnee fällt nur selten. Die Sommer sind relativ heiß und es gibt nur gelegentlich Sommergewitter. Im Landesinneren ist es vor allem im Winter deutlich kühler und es gibt häufig Nachtfrost, manchmal auch starke Schneefälle. Im Sommer ist es ähnlich wie an der Küste heiß und trocken. Da Griechenland sehr gebirgig ist, ist Wintersport durchaus möglich, es existieren 15 Wintersportgebiete unterschiedlicher Größe.[9] Die jährlichen Niederschläge schwanken zwischen 400 und 1000 mm.

Bevölkerung

Neben der orthodoxen, griechischsprachigen Mehrheitsbevölkerung existieren einige religiöse und sprachliche Minderheiten sowie Zuwanderergruppen. Da Griechenland solche Bevölkerungsgruppen aktuell statistisch nicht erfasst, beruhen alle Angaben zur Anzahl ihrer Mitglieder auf Schätzungen und können je nach politischem Standpunkt stark variieren.

Sprachen

Sprachliche Minderheiten in Griechenland

97,4 % der griechischen Bevölkerung sprechen die neugriechische Sprache. Bis zum Bevölkerungsaustausch mit den Nachbarstaaten Türkei und Bulgarien in den Jahren 1920 bis 1925 als Folge der Verträge von Neuilly (1919) und Lausanne (1923) war Griechenland aber faktisch ein Vielvölkerstaat. Die 1925 noch etwa 15 % betragende Zahl nicht-griechischer Muttersprachler nahm in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich ab; besonders während der Besetzung durch Nazideutschland (1941-45) und dem Griechischen Bürgerkrieg (1946-49) wurden Angehörige von Minderheiten verfolgt oder vertrieben, ihre Quote fiel allmählich unter fünf Prozent. Da der griechische Staat offiziell nur („ethnische“) Griechen als Staatsbürger hat und keine Informationen zu sprachlichen Minderheiten erhebt, stammen die folgenden Zahlen aus Angaben des griechischen Staates gegenüber den europäischen Institutionen oder deren eigenen Schätzungen. Schätzungen verschiedener Minderheitsorganisationen sind oft weit höher, wie aktiv die jeweilige Sprache noch gesprochen wird, ist jedoch nur unzureichend erforscht. [10]

Volksgruppe  ↓ Angehörige  ↓ Quote  ↓ abweichende Schätzungen  ↓ Sprache(n)  ↓
Türken 59.000 0,5 % Türkisch
Mazedonier 40.000 0,4 % 120.000-150.000 Mazedonisch, Ägäis-Mazedonisch
Aromunen 40.000 0,4 % 80.000-120.000 Aromunisch
Pomaken 39.000 0,4 % Bulgarisch
Armenier 30.000 0,3 % Armenisch
Çamen und Arvaniten 23.000 0,2 % Albanisch, Arvanitika
Roma 22.000 0,2 % 120.000-300.000 Romani
Meglenorumänen 10.000 0,1 % Meglenorumänisch
Sarakatschanen 10.000 0,1 % Neugriechisch: Sarakatschanisch
Juden 6.000 Ladino (auch Griechisch)
Summe 279.000 2,6 %

Die Dialekte des Türkischen auf dem Balkan (Rumelien) teilen sich in das Westrumelische, das in Makedonien und den heutigen Nachfolgestaaten Jugoslawiens gesprochen wurde, und das Ostrumelische Ostthrakiens. Die Mundart der meisten Türken im heute griechischen Westthrakien nimmt offenbar eine Sonderstellung zwischen beiden ein.[11]

Die letzte staatliche Zahl zur Verbreitung des Mazedonischen veröffentlichte Griechenland nach der Volkszählung 1951, die 41.017 „slawophone Griechen“ auswies. Aufgrund der starken Repressionen gegen das Mazedonische in der Öffentlichkeit gilt diese Zahl jedoch als viel zu niedrig. Sprachlich besteht ein Dialektkontinuum zwischen den mazedonischen und bulgarischen Mundarten. Für die Sprache der Minderheit werden Begriffe wie Slawomakedonisch, Slawisch, Entopia (‚lokale Mundart‘) und vor dem Namensstreit Mazedonien auch Makedonitisch gebraucht. Im Gebiet Griechenlands werden (vorwiegend in Westmakedonien, namentlich in der Präfektur Florina) mazedonische Mundarten gesprochen.[12] Die Mundarten in Griechenland gehören überwiegend der zentralen und der südöstlichen Dialektgruppe an, aus den Dialekten letzterer bildete sich im 19. Jahrhundert eine als Ägäis-Mazedonisch bezeichnete Schriftsprache aus, die mit dem Griechischen Alphabet geschrieben wurde.[13]

Aromunisch, gesprochen von der Gruppe der Aromunen (im Griechischen meist als Wlachen bezeichnet), hauptsächlich im Gebiet der Verwaltungsregion Thessalien in Zentralgriechenland. Ihre Anzahl wurde auf bis zu ca. 100.000 aktive und 300.000 passive Sprecher geschätzt. Die Zahl der Sprecher nimmt aber ständig, vor allem unter Kindern, ab.

Die Sprache der Pomaken wird in Griechenland vor allem in den Präfekturen Xanthi, Rodopi und Evros gesprochen. Die Pomaken sprechen die jeweiligen bulgarischen Dialekte des Gebiets, in dem sie wohnen; die Westthrakiens werden als thrakische Gruppe der östlichen Rhodopen-Dialekte eingeordnet. Im Gegensatz zu den rund 250.000 Pomaken in Bulgarien ist die Bindung der Pomaken in Griechenland an die Bulgarische Schriftsprache verhältnismäßig gering, ein eigenes Schrifttum hat sich nicht ausgebildet.[14]

Das Westarmenische drang während des Osmanischen Reiches von Anatolien aus nach Griechenland, die einstige Präsenz der Armenier in Griechenland ist heute noch in zahlreichen Ortsnamen (z. B. Armeni Αρμ?νι) gegenwärtig. Größere armenische Gemeinden gibt es in Athen und Thessaloniki. Die Armenier erhielten 1968 die griechische Staatsbürgerschaft. [15]

Albanisch, hauptsächlich gesprochen im Gebiet des Verwaltungsbezirks Epirus in Nordwestgriechenland sowie von vereinzelten Bevölkerungsgruppen im Rest des Landes. Man unterscheidet zwischen den Standardalbanisch sprechenden Çamen, die vorwiegend in Epirus siedelten und 1945 als „Kollaborateure“ mit den Besatzungsmächten fast vollständig nach Albanien vertrieben wurden und den über ganz Mittel- und Südgriechenland verstreuten, griechisch-orthodoxen Arvaniten. Das Arvanitische hat gewisse archaische Züge das Albanischen bewahrt und ist im Wortschatz vom Neugriechischen so stark beeinflusst, dass es für Sprecher des Standard-Albanischen der Republik Albanien nicht mehr verständlich ist. Während der Pflege vlachischer und arvanitischer Traditionen und Folklore weiterhin hohe Aufmerksamkeit geschenkt wird, nimmt die Anzahl der aktiven Sprecher der entsprechenden Dialekte generationsbedingt ständig ab. [16]

Die in Griechenland ansässigen Roma sprechen einen auf dem gesamten Balkan verbreiteten Dialekt des Romani.[17] Neben den muslimischen Roma sind in ganz Griechenland auch zahlreiche christliche Roma ansässig (bezeichnet als Athinganoi oder Tsinganoi), die zu Teilen von der Mehrheitsbevölkerung assimiliert sind, zu Teilen jedoch auch unter Bedingungen extremer sozialer Abgrenzung leben, die in der Regel mit dem Grad Ihrer Erkennbarkeit als Roma einhergeht.

Meglenorumänisch, gesprochen von der Gruppe der Meglenorumänen (im Griechischen meist als Wlachen bezeichnet), hauptsächlich im Grenzgebiet zur Republik Mazedonien, im Meglen-Tal. Es sind wenige Tausend Sprecher. Die Zahl der meglenorumänisch sprechenden Bevölkerung nimmt rasch ab.

Ladino, die Sprache der Juden auf der iberischen Halbinsel, gelangte mit Flüchtlingen ab dem 15. Jahrhundert ins Osmanische Reich und wurde in vielen Städten des heutigen Griechenland gesprochen. Es ist heute nurmehr in geringen Resten in Griechenland vorhanden. [18]

Russisch, gesprochen von Rückkehrern aus dem Gebiet der ehemaligen UdSSR, deren Hintergrund in mancher Hinsicht mit dem der in Deutschland als Russlanddeutsche bezeichneten Bevölkerungsgruppe vergleichbar ist.


Zuwanderung

Seit den 1990er Jahren hat sich Griechenland von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland entwickelt. Die Zuwanderung findet aus Ländern mit griechischer Diaspora (wie z.B. den ehemaligen GUS-Staaten), aus südosteuropäischen Nationen (vor allem den Nachbarländern) sowie aus Nordafrika und Asien statt.

Die größten in Griechenland ansässigen Zuwanderergruppen sind laut Daten der Volkszählung von 2001 (nicht erfasst werden griechische und eingebürgerte Zuwanderer):[19]

  • Albaner (438.036)
  • Bulgaren (35.104)
  • Georgier (22.875)
  • Rumänen (21.994)
  • US-Amerikaner (18.140)
  • Russen (17.535)
  • Zyprer (17.426)
  • Ukrainer (13.616)
  • Briten (13.196)
  • Polen (12.831)
  • Deutsche (11.806)
  • Pakistaner (11.130)

Religionen

  • Christen: 94,7 %
    • Orthodox: 93,0 %
    • Unabhängig: 2,1 %
    • Römisch-katholisch: 0,6 %
    • Marginal: 0,4 %
    • Protestantisch: 0,2 %
    • Konfessionell ungebunden: 0,2 %
    • Doppelt angehörig: 1,8 %
  • Muslime: 0,3%
  • Nichtreligiöse: 1,7 %
  • Atheisten: 0,2 %
  • Juden: 0,1 %

[20]

Christentum

Nominell gehören ca. 97 % der griechischen Staatsbürger der Griechisch-Orthodoxen Kirche an, auf dem größten Teil des Festlands dem Autokephalen orthodoxen Erzbistum von Griechenland mit Sitz in Athen, auf dem Dodekanes und den meisten Klöstern der autonomen Mönchenrepublik Athos am Ostzipfel der Halbinsel von Chalkidiki bei Thessaloniki dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel mit Sitz in Istanbul. Ähnlich wie in Irland und Polen spielte die religiöse Zugehörigkeit eine erhebliche Rolle als Identifikationsmerkmal bei der Bildung der griechischen Nation, nachdrückliches Bekenntnis zu religiösen Riten ist daher weit verbreitet unter der orthodoxen Bevölkerung.

Weiteren christlichen Konfessionen gehören die ca. 121.000 katholische Christen des griechischen und des lateinischen Ritus an, des Weiteren etwa 50.000 Zeugen Jehovas, ca. 30.000 protestantische (meist evangelikale) Christen verschiedener Richtungen, und ca. 5.000 Juden.

Im Jahre 1982 wurde die obligatorische kirchliche Trauung im Familienrecht aufgehoben und die standesamtliche Ehe als gleichwertig anerkannt. Anfang der 1990er-Jahre wurde der Religionseintrag in den Personalausweisen abgeschafft. Im August 2008 wurde die Verpflichtung zum orthodoxen Religionsunterricht aufgehoben. Jeder Schüler, der nicht am Religionsunterricht teilnehmen will, kann während dieser Zeit nun Nachhilfe in Fächern seiner Wahl erhalten. Die griechisch-orthodoxe Kirche bezeichnet diese Regelung als „falsch und verfassungswidrig“ und wäre höchstens bereit gewesen die Religionsunterrichtspflicht für Schüler aus anderen Staaten aufzuheben.[21]

Islam

Neben der christlichen (und zumeist griechisch-orthodoxen) Mehrheit gibt es über 500.000 Muslime. Diese setzen sich zum einen aus Türken, Pomaken und Roma als Staatsbürgern Griechenlands sowie zum größeren Teil aus Einwanderern, beispielsweise aus Albanien und Pakistan, zusammen.

Wirtschaft

Die Wirtschaft Griechenlands ist eine marktorientierte Wirtschaft mit einer beschränkten staatlichen Intervention. Der Wandel Griechenlands von einem eher landwirtschaftlich orientierten Land zu einer modernen, dienstleistungsorientierten Wirtschaftsnation begann in den 1970er-Jahren mit einer Reihe grundlegender Reformen und der darauffolgenden Aufnahme Griechenlands in die Europäische Gemeinschaft im Jahr 1981. In den Folgejahren profitierte die griechische Wirtschaft zunehmend von der wirtschaftlichen Anbindung des Landes an das Wirtschaftsgeschehen der europäischen Industrienationen und den für die damals neu aufgenommenen Mittelmeerstaaten eingerichteten Kohäsionsfonds der Europäischen Gemeinschaft.

Seit Mitte der 1990er-Jahre befindet sich die griechische Wirtschaft in einem regen Aufschwung. Er beruht vor allem auf durchgeführten Strukturreformen, der eingeleiteten Privatisierung sowie einer veränderten makroökonomischen Politik des griechischen Staates, die das Ziel hatte, die Kriterien des Maastrichter Vertrags für die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion zu erfüllen. Seit dem Jahr 2000 führten der Beitritt Griechenlands zur Eurozone, extensive Infrastrukturmaßnahmen sowie verschiedene Großereignisse wie zum Beispiel die Olympischen Spiele im Jahr 2004 zu einer permanenten Stimulierung der griechischen Wirtschaft. Griechenland ist heute der größte Investor im südöstlichen Europa. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf des Landes belief sich im Jahre 2005 auf 16.130 Euro[29] bzw. 22.800 US-$[3]

Im Vergleich mit dem BIP der EU und ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte Griechenland 2003 einen Index von 81,1 (EU-25: 100).[30]

Wirtschaftsdaten

    Übersicht [29] 2003 2004 2005 2006 2007 Entwicklung des BIP 1996 - 2006
  - Bruttoinlandsprodukt: + 4,8 % + 4,7 % + 3,7 % + 4,3 % + 4,1 %
GreeceEconomyGDPGerman2.png
  - Exporte: + 1,0 % + 11,5 % + 3,0 % + 5,3 % + 4,0 %
  - Inflationsrate: 2,8 % 2,5 % 3,7 % 3,4 % 3,9 %
  - Arbeitslosigkeit: 10,4 % 10,5 % 9,8 % 9,3 % 8,3 %
  - Arbeitsproduktivität: + 3,4 % + 1,7 % + 2,3 % + 2,1 %
  - Staatsdefizit: 5,6 % 7,3 % 5,1 % 2,5 % 2,7 %
  - Staatsverschuldung: 97,8 % 98,6 % 98,0 % 95,3 % 93,4 %

Die Staatsverschuldung Griechenlands ist die zweithöchste aller EU-Länder, übertroffen nur von Italien.

Agrarsektor

Der Primärsektor in Griechenland verlor in der Vergangenheit immer stärker an Bedeutung. Der Anteil der Aktivitäten des primären Sektors an der Wirtschaftsleistung des Landes belief sich im Jahr 2004 auf 6,4 %. Angebaut werden vorzugsweise für den Export bestimmte Produkte, wie Wein (→ Weinbau in Griechenland), Tabak und Oliven. Die wichtigsten Anbaugebiete für Weizen sind die Regionen Thessalien, West-Thrakien, Böotien und Makedonien. Die Nutztierhaltung in Griechenland beschäftigt sich überwiegend mit der Züchtung von Schafen und Ziegen. Die zwischenzeitlich neu gesteckten Ziele, die Viehzucht zu erweitern, führten zu einem verstärkten Anbau von Gerste, Mais und anderen Futterpflanzen. Für den Anbau von Obst und Gemüse ist der Boden Griechenlands geeignet, so gedeihen Grapefruit, Soja, Avocado und auch Spargel. Infolge der topographischen Verhältnisse wurde lange Zeit auf den Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen verzichtet. Dies änderte sich mit der Intensivierung der Landwirtschaft. Dagegen steht immer noch die sehr kleine durchschnittliche Anbaufläche pro Betrieb. Aufgrund des maritimen Charakters des Landes wird dem Fischfang in Griechenland eine besondere Rolle zugewiesen. Der Beitrag des Agrarsektors am Export Griechenlands liegt bei 22 %[31].

Industriesektor

Der Sekundärsektor des Landes befindet sich seit einigen Jahren in stetigem Wachstum. Sein Anteil an der Wirtschaftsleistung Griechenlands betrug im Jahr 2004 22,2 %. Der Industriesektor in Griechenland wird durch eine hohe Anzahl von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt. Wichtigste Wirtschaftszweige sind die verarbeitende Industrie und die Bauindustrie. Produziert werden traditionell Nahrungsmittel, Textilprodukte, Metallprodukte, Erdöl- und Kohleprodukte, Chemikalien, Glas und Zement, Maschinen und darüber hinaus in neuerer Zeit auch zunehmend Technologie- und Telekommunikationsprodukte. Der Industriesektor trägt zu 59 %[31] am Exportvolumen des Landes bei. Abnehmerländer griechischer Industrieprodukte sind unter anderem Deutschland, Italien, Großbritannien oder die Türkei.

Dienstleistungssektor

Der Tertiärsektor ist der größte und wichtigste Wirtschaftssektor in Griechenland. Er erwirtschaftete im Jahr 2004 71,4 % der griechischen Wirtschaftsleistung. An zentraler Stelle stehen hierbei die Tourismusbranche, der Handel, der Schiffsverkehr sowie die Finanzdienstleistungen. Während der Handel, die Tourismusindustrie sowie die Schifffahrtsunternehmen schon immer eine besondere Position in der griechischen Wirtschaft eingenommen haben, entwickelten sich die Finanzdienstleistungen erst mit der Liberalisierung des Bankenwesens in Griechenland und spielen heute eine wichtige Rolle bei Investitionen sowohl in Griechenland als auch im südöstlichen Europa. Die griechische Schifffahrt hat international einen sehr hohen Stellenwert und bedient mit 3.618 griechisch kontrollierten Schiffen (über 1000 GRT) 18,6 %[31] des weltweiten Schiffsverkehrs. Der Tourismus trägt mit 10 %[31] zur Wirtschaftsleistung des Landes bei.

Staatsausgaben

Der Anteil der staatlichen Ausgaben in Griechenland belief sich in den Jahren zwischen 1992 und 2000 auf 7 % für das Gesundheitswesen, 11 % für das Bildungswesen sowie 8 % für die Verteidigung. Ziel der aktuellen griechischen Politik ist es die Staatsausgaben zu senken, um das Haushaltsdefizit im Rahmen der EU-Konvergenzkriterien zu halten. Das Land hatte im Jahr 2001 und bezogen auf den EU-Durchschnitt relativ hohe Aufwendungen im Bereich der Verwaltung.

 Staatsausgaben 2001, in Prozent des Bruttoinlandsproduktes (EU-Durchschnitt) [32]
 Allg. Verwaltung  Verteidigung  Öffentl. Sicherheit  Wirt. Belange  Gesundheit  Bildung  Soz. Sicherheit
 10,6 % (6,7)  3,2 % (1,7)  0,8 % (1,6)  5,5 % (4,2)  4,1 % (6,3)  3,8 % (5,1)  18,8 % (18,8)

Siehe auch: Griechische Euromünzen

Verkehr

Schifffahrt

Durch die Geographie des Landes mit einer langen Küstenlinie und dem Inselreichtum kommt der Schifffahrt eine besondere Bedeutung zu. Wichtigster Hafen ist Piräus. Von Bedeutung sind auch die Fährverbindungen von Patras und Igoumenitsa nach Italien. Fährschiffe verkehren zu allen größeren Inseln.

Straßenverkehr

Die Rio-Andirrio-Brücke der zukünftigen A5

Während seit den 1960er Jahren vor allem die Nationalstraßen ausgebaut (und teilweise neu geführt) wurden, entschloss man sich ab den späten 1980er Jahren aufgrund der fortschreitenden Motorisierung die griechischen Autobahnen auszubauen (bis dahin waren nur einige Nationalstraßen als Autobahn ausgebaut ohne separat ausgeschildert zu werden). Die Magistrale Korinth-Athen-Thessaloniki wurde sechsspurig ausgebaut und bei Athen mit der Spange Attiki Odos umfahren. Gegenwärtige große Projekte sind die weitestgehend fertige Egnatia Odos (A2) im Norden, sowie die Ionia Odos (A5). Der Autobahnbau in Griechenland wird über Mautgebühren finanziert, einige wurden privat finanziert und werden erst nach einigen Jahrzehnten in Staatseigentum übergehen.

Die regionalen KTEL-Genossenschaften betreiben ein Netz aus Fernverbindungen mit Überlandbussen, ebenso den Nahverkehr in kleinen Städten und auf dem Land.

Eisenbahnverkehr

Schmalspur und Regelspur auf der Bahn in den Peloponnes

Das Eisenbahnnetz der staatlichen Griechischen Eisenbahngesellschaft OSE besteht aus einem regelspurigen Hauptnetz, einem meterspurigen Netz auf dem Peloponnes, der Zahnradbahn von Diakopto–Kalavrita mit einer Spurweite von 750 mm und der 600-mm-Nebenstrecke Volos-Milies, wo auf zwei Abschnitten Museumsbetrieb stattfindet.

Es ist in großen Abschnitten eingleisig und in den vergangenen Jahrzehnten stark vernachlässigt worden. In den 90er Jahren wurde mit Modernisierungsarbeiten begonnen, wodurch u.a. die Hauptachse Athen–Thessaloniki erheblich verbessert, die Strecke von Larisa über Thessaloniki bis zur mazedonischen Grenze elektrifiziert und 2004 die Athener S-Bahn (Proastiakos) eröffnet wurde. Dies führte zu einem beträchtlichen Anstieg der Beförderungszahlen. Auf der Strecke Athen–Thessaloniki ist die Bahn mittlerweile das schnellste Landverkehrsmittel. Ein großes Projekt ist derzeit der Bau eines neuen Hauptbahnhofs für Athen im Norden der Stadt.

Das schmalspurige Netz auf dem Peloponnes befindet sich weiter auf dem technischen Stand einer Museumsbahn und wird etappenweise durch ein regelspuriges mit neuer Trassenführung ersetzt. Der Anschluss von Athen bis Kiato ist fertiggestellt, der Bau der Verlängerung nach Patras soll im Jahr 2013 abgeschlossen werden.

Internationale Direktverbindungen bestehen zwischen Thessaloniki und folgenden Städten: Belgrad, Budapest, Bukarest, Istanbul, Ljubljana, Skopje, Sofia, Svilengrad und Zagreb. Das nordwestliche Landesinnere ist nicht vom Eisenbahnnetz erschlossen.

Aktuell sind folgende Inlandstrecken in Betrieb:

Fernverkehr:

  • Athen–Larisa-Platy-Thessaloniki
  • Thessaloniki-Serres-Drama-Alexandroupoli-Ormenio
  • Volos-Larisa-Paleofarsalos-Karditsa-Trikala-Kalambaka
  • Athen-Inoi-Chalkida
  • Thessaloniki-Platy-Amyndeo-Florina/Kozani
  • Patras-Pyrgos-Kyparissia-Kalamata
  • Korinth-Argos-Tripoli
  • Argos-Nafplio
  • Olymbia-Pyrgos-Katakolo
  • Kalamata-Messini

Nahverkehr:

  • Proastiakos (S-Bahn Athen: Flughafen-Ano Liosia, Piräus-Kiato; S-Bahn Thessaloniki: Thessaloniki Larisa; S-Bahn Thrakien: Xanthi-Alexandroupoli)
  • Metro Athen (Piräus-Kifisia, Agios Antonios-Agios Dimitrios, Egaleo-Flughafen)
  • Straßenbahn Athen (Syntagma-Stadio Irinis & Filias, Syntagma-Kolymvitirio, Stadio Irinis & Filias-Kolymvitirio)

Museumsbetrieb:

  • Anavros-Agria
  • Ano Lechonia-Milies, siehe Pilionbahn

Gesundheitswesen und Katastrophenschutz

Im griechischen Gesundheitssystem genießen, ähnlich wie in Großbritannien, alle griechischen und ausländischen Bürger, die in Griechenland tätig sind, einen staatlichen Versicherungsschutz. Der Arzt kann wählen zwischen dem Dienst im öffentlichen Bereich oder einer Privatpraxis; beide Varianten zusammen sind nicht möglich. Die Versorgung kann in zwei Kategorien eingeteilt werden:

Die primäre Versorgung der staatlichen Versicherung, wobei hier ungleiche Verhältnisse bei den ärztlichen Dienstleistungen in Städten, städtischen Randgebieten und ländlichen Bezirken bestehen. In den städtischen Zentren ist die primäre staatliche ärztliche Versorgung deutlich besser als auf dem Land, weil es gut organisierte Ärztehäuser gibt, die von den Versicherten aller Bereiche zwecks ihrer Behandlung aufgesucht werden. Die sekundäre private Versorgung, wie man sie gewöhnlich in Privatpraxen sowie den Hauptstädten der Regierungsbezirke und in den Städten der größeren Inseln findet. Die von zahlreichen Touristen in Anspruch genommene ärztliche Versorgung der Inseln wird hauptsächlich von einzelnen, frei praktizierenden Ärzten, von privaten Gesundheitszentren mit meist sehr guter Facharztausstattung, sowie von Landärzten wahrgenommen.

Teilweise ist sogar in Notfällen kein Vorzeigen des persönlichen Krankenheftes notwendig, wenn der Patient nicht stationär behandelt wird. Dies gilt für alle Personen, die sich in Griechenland aufhalten.

Neben der staatlich organisierten Feuerwehr gibt es die Vereinigung der Volontäre (ESEPA) vergleichbar mit der Freiwilligen Feuerwehr hierzulande. Die geringe Bevölkerungsdichte und die vielen Inseln wirken sich fatal bei Waldbränden im Sommer aus, die oft auf grob fahrlässigem Abflämmen der abgeernteten Felder begünstigt durch die heißen Wüstenwinde aus der Sahel-Zone ausgelöst werden. Die griech. Luftstreitkräfte verfügen über die größte Flotte von Feuerlöschflugzeugen in der EU.

Kultur und Gesellschaft

Architektur

Apollonia auf Sifnos

In Griechenland finden sich viele Zeugnisse klassischer Architektur. Gebäude wie der Parthenon oder das Theater von Epidauros geben einen guten Eindruck von der Qualität antiken Bauens. Diese wurden zum Vorbild des Klassizismus im 19. Jahrhundert, der in Griechenland von großer Bedeutung war. Architekten wie Theophil Hansen oder Ernst Ziller prägten die Städte mit großen öffentlichen Bauten, allem voran die Architektur Athens. Ausnahme ist der ebenfalls für den Klassizismus bekannte Karl Friedrich Schinkel, er wählt beim Bau der Augenklinik eine byzantinische Formensprache.

Die griechische Moderne gilt als eine der ältesten in Europa. Als Patroklos Karantinos, Schüler Auguste Perrets, den CIAM Kongress 1933 in Athen organisierte, konnte Griechenland über eine bedeutende Anzahl an Zeugnissen der Moderne aufweisen. Die hier verabschiedete Charta von Athen wurde zum Fanal der Moderne. Walter Gropius oder Eero Saarinen griffen in Ihren Projekten in Athen auch subtil auf Proportionen der Antike zurück. Einen städtebaulichen Impuls brachten die olympischen Spiele 2004, allem voran die Sportstätten und Brücken des Architekten Santiago Calatrava.

Die Architektur der Kykladen ist durch kubische Formen geprägt, deren blau-weiße, verschachtelte Wohnhäuser und Kirchen zum Markenzeichen Griechenlands wurden. Regional von Bedeutung sind ferner fränkisch oder osmanisch geprägte Altstädte. Die Ionischen Inseln sind venezianisch geprägt, auf Kreta stellt das Kamara-Haus eine traditionelle Bauform dar. Bedeutende gotische Bauten finden sich nur auf dem Dodekanes, allem voran die Altstadt von Rhodos.

Sprache

Die griechische Sprache hat ein eigenes Alphabet, welches dem lateinischen und dem kyrillischen Alphabet als Vorbild diente.
Die griechische Sprache ist mit Abstand die wichtigste gesprochene Sprache in Griechenland und wird in der Version der Dimotiki gesprochen und gelehrt. Von Bedeutung ist ferner das Altgriechische, welches Pflichtfach an Schulen ist, und (in einer jüngeren Form, der Koine) noch im Gottesdienst der griechisch-orthodoxen Kirche benutzt wird. Regional werden von Minderheiten Türkisch oder slawische Dialekte gesprochen. Englisch und Französisch sind die beliebtesten Fremdsprachen, seit 2004 ist Griechenland auch Mitglied der Francophonie. Seit den 1990er Jahren ist Griechenland ein beliebtes Emigrationsziel und somit sind auch Sprecher weiterer Sprachen zahlreich vorhanden, wie Albanisch, Bulgarisch oder Russisch.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wikipedia - (10.09.09, 20:37 Uhr).
Der Text steht unter der GNU Free Documentation License.
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