Spanien Urlaub - Angebote finden
Zielregionen: Spanisches Festland, Costa de la Luz, Valencia, Malaga, Almeria, Alicante, Sevilla, Gerona, Murcia, San Javier, Reus, Barcelona, Granada, Madrid, Bibao
Spanien (amtlich Königreich
Spanien, spanisch Reino de España
[?rejno
ð(e) es?pa?a]) ist ein Staat mit
einer parlamentarischen
Erbmonarchie, der im Südwesten Europas liegt und
den größten Teil der Iberischen Halbinsel einnimmt.
Die Hauptstadt ist Madrid.
Geografie
Lage
Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das
zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im
Süden), auf der Iberischen Halbinsel,
zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und
9° westlicher und 3°
östlicher Länge (ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und
Melilla). Spanien
nimmt sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein. Im Nordosten, entlang
des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich
und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die
Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren im Atlantik, sowie die an der
nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und
Melilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave
Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor
der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas,
Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas,
Alborán,
Perejil sowie die Islas Columbretes.
Die Städte Ceuta und Melilla liegen an der
marokkanischen Mittelmeerküste in Nordafrika. Der
nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Bares in Galicien,
auf dem Festland sind der westlichste Punkt das Cabo Touriñán
(ebenfalls in Galicien), der südlichste die Punta
Marroquí bei Tarifa und der östlichste das Cap de
Creus an der Costa Brava.
Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden
beträgt 856 km und von
Osten nach Westen 1.020 km. Der westlichste und der südlichste
Punkt
Gesamtspaniens liegen auf der kanarischen Insel Hierro, der
östlichste auf der Baleareninsel
Menorca.
Der größte natürliche (und einzige
Gletscher-) See
Spaniens ist der Lago de Sanabria mit einer Ausdehnung von 368 Hektar
und einer größten Tiefe von 55 m.
Geologie
Der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet ist mit
3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel
Teneriffa, die zu den Kanarischen
Inseln gehört. Der höchste Berg auf dem
Festland ist mit 3.482 m Höhe der Mulhacén,
der in Andalusien in der Sierra Nevada in der Provinz Granada liegt.
Die Nordküste Spaniens verläuft fast in
gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und
Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña
(spanisch La Coruña)
bedeutendere Vorsprünge nach Norden. Gegenüber den
übrigen Küsten des
Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit
und
schlechte Zugänglichkeit aus.
Ursächlich hierfür ist, dass hier die
Gebirge fast überall dicht ans
Meer heranrücken. Zugänglich sind diese
Küstenabschnitte nur an den
Mündungen der Flüsse und der tief in das Land
einschneidenden
Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste
von Galicien häufig
auftreten. Auch die Westküste Spaniens trägt im
Ganzen diesen
Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da
hier die
Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im
Hintergrund der Rías gewöhnlich Ebenen befinden.
Charakteristisch für die Süd- und
Ostküste sind dagegen weite,
flache Meerbusen und dazwischen in felsigen Vorgebirgen endende
Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher
als die Nord- und
Westküste. Die wichtigsten Buchten der
Südküste sind von Westen nach
Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und
Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der
Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von
Valencia. Die größten Flüsse Spaniens sind
der Duero, der Tajo und der Ebro. Der Tajo ist der längste
Fluss der Iberischen Halbinsel.
Klima
Das Klima in Spanien kann grob in folgende Zonen gegliedert
werden:
- Atlantisches
Klima: an der nördlichen
Atlantikküste: Galicien, Asturien, Kantabrien, Baskenland,
Navarra (Norden).
Vor allem im Winter Niederschläge, sehr milde Winter und
Sommer (siehe Klimadiagramm von Santander).
- Ozeanisch-Kontinentales
Klima: im Zentrum der Iberischen Halbinsel:
Kastilien-León, Madrid, La Rioja, Navarra, Kastilien-La
Mancha, Extremadura und Andalusien.
Sehr kalte Winter mit regelmäßigen
Schneefällen im Norden und heiße Sommer,
hauptsächlich im Winter Niederschläge.
- Kontinentales
Mittelmeerklima: in Aragón,
Katalonien, Valencia (Hinterland), Murcia, Kastilien-La Mancha und
Andalusien.
Niederschläge vor allem in Frühling und Herbst.
Heiße Sommer und kalte
Winter; die täglichen Temperaturschwankungen können
25 °C betragen.
- Mittelmeerklima: in Katalonien, auf den Balearen, in Valencia,
Murcia und Andalusien.
Niederschläge fallen vor allem im Frühjahr und
Herbst, zum Teil
wolkenbruchartig (erste Septemberwoche). Durch die von Norden nach
Süden abnehmende Niederschlagsmenge (Barcelona
640 mm, Tortosa 524 mm, Valencia 454 mm,
Alicante 336 mm, Almería
196 mm) kann das Mittelmeerklima in ein feuchtes und trockenes
unterschieden werden. Die Temperaturen sind im Winter mild, im Sommer
ist es heiß, teilweise auch heiß-feucht.
- Subtropisches
Klima: auf den Kanaren.
Milde Temperaturen (18 °C bis 24 °C)
fast über das ganze Jahr, einen
Winter gibt es so gut wie nicht (Durchschnittstemperaturen in Santa
Cruz de Tenerife:
17,9 °C im Januar und 25,1 °C im
August). Die Niederschläge auf den
Kanaren variieren sehr stark in den einzelnen Regionen der Inseln.
- Gebirgsklima: in den Höhenlagen
der Pyrenäen, des Kastilischen
Scheidegebirges, des Kantabrischen- und Iberischen Gebirges
und der Betischen Kordillere.
Lange, kalte Winter und kurze, frische Sommer.
Lebenserwartung
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Spanier wurde im
Juni 2007
mit 79,7 Jahren ermittelt. Die durchschnittliche Lebenserwartung der
Männer beträgt 76,3 Jahre, die der Frauen 83 Jahre.
16,7% der
Bevölkerung sind älter als 65 Jahre. [2]
Sprachen
Sprachen in Spanien:
- nur Kastilisch
- Katalanisch
- Baskisch
- Galicisch
- A Fala
|
- Asturleonesisch
- Extremadurisch
- Aragonesisch
- Aranesisch
|
Ausbreitung der Sprachen auf der iberischen Halbinsel vom
13. bis zum 21. Jahrhundert:
- nur Kastilisch
- Katalanisch
- Aragonesisch
- Baskisch
|
- Asturleonesisch
- Galicisch-Portugiesisch
- Arabisch
|
In Spanien wird überwiegend Kastilisch, Katalanisch,
Galicisch und Baskisch gesprochen. Kastilisch ist im gesamten
Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei Sprachen in
den entsprechenden Autonomen Gemeinschaften diesen Status
genießen.
Ferner ist in der Autonomen Gemeinschaft Valencia eine
Variation des Katalanischen, Valencianisch, auf den Balearen eine
weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquinische, und in
Teilen des Territoriums von Navarra Baskisch kooffizielle Amtssprache.
Im Val d’Aran hat Aranesisch, eine Variante des Gascognischen,
offiziellen Status. Daneben existieren einige Sprachen, welche nur noch
von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden und nicht den
Status einer Amtssprache haben. Zu diesen zählen
Asturleonesisch und Aragonesisch. Im Jálama-Tal (Provinz
Cáceres) nahe der portugiesischen Grenze, wird A Fala, ein
Dialekt der Galicisch-Portugiesischen Sprache, gesprochen. In Melilla
spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight.
Während der Urlaubssaison arbeiten in den
Tourismusregionen auch
Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch
Südamerikaner.
In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol
sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft
ansässig.
Als Fremdsprachen werden meist Englisch und
Französisch
gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist
Englisch,
Ältere eher Französisch. In der breiten
Bevölkerung sind anwendbare
Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. Laut einer
von Eurostat
2007 durchgeführten Erhebung, beherrschen 46,6% der
erwachsenen Spanier
(im Alter von 25 bis 64 Jahren) laut Selbsteinschätzung keine
Fremdsprache, während der Anteil an Schülern der
Sekundarstufe II die keine weitere Sprache erlernen bei 3,9% liegt.[3] In
von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und
auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich.
In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten
größtenteils auf Katalanisch gelehrt, Kastilisch
darf dort jedoch von allen Studierenden in Unterricht und Klausuren
benutzt werden.
Minderheiten
Zu den Minderheiten des Landes zählen vor allem die "Gitanos" (die spanischen Roma), die etwa seit dem
16. Jahrhundert
nach Spanien einwanderten. Heute leben in Spanien etwa
600.000–800.000
Gitanos. Die spanischen Roma sind vor allem in
Großstädten wie Madrid, Barcelona, Valencia oder
Sevilla beheimatet. Sie brachten einige weltbekannte Stars hervor,
z. B. den Sänger Camarón de la Isla oder
den Fußballspieler José Antonio Reyes. Vor allem
in der spanischen Musik-Szene, speziell dem Flamenco, sind viele Roma
zu nennen.
Größte
Städte
Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit
Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2005)
- Liste der Städte in Spanien
- 1. Madrid –
3.155.359
- 2. Barcelona –
1.593.075
- 3. Valencia –
796.549
- 4. Sevilla –
704.154
- 5. Zaragoza –
647.373
- 6. Málaga
– 558.287
- 7. Murcia –
409.810
- 8. Las Palmas de Gran
Canaria – 378.628
- 9. Palma –
375.773
- 10. Bilbao (bask. Bilbo)
– 353.173
- 11. Valladolid –
321.713
- 12. Córdoba
– 319.692
- 13. Alicante –
319.380
- 14. Vigo –
293.725
- 15. Gijón
– 273.931
- 16. L'Hospitalet de Llobregat
– 252.884
- 17. A Coruña
– 243.349
- 18. Granada –
236.982
- 19. Vitoria-Gasteiz
– 226.490
- 20. Santa Cruz de Tenerife
– 221.567
- 21. Badalona –
218.553
- 22. Elche –
215.137
- 23. Oviedo –
212.174
- 24. Móstoles
– 204.463
- 25. Cartagena –
203.945
- 26. Alcalá de
Henares – 197.804
- 27. Sabadell –
196.971
- 28. Jerez de la Frontera
– 196.275
- 29. Fuenlabrada
– 195.131
|
Zentrum von Madrid bei Nacht
Blick über die Kathedrale und die Innenstadt von Sevilla
- 30. Terrassa –
194.947
- 31. Pamplona –
193.328
- 32. Santander –
183.955
- 33. Donostia-San
Sebastián – 182.930
- 34. Almería
– 181.702
- 35. Leganés
– 181.248
- 36. Burgos –
172.421
- 37. Castellón
de la Plana – 167.455
- 38. Alcorcón
– 162.524
- 39. Salamanca –
160.331
- 40. Albacete –
159.518
- 41. Getafe –
157.397
- 42. Huelva –
145.150
- 43. Logroño
– 144.935
- 44. Badajoz –
143.019
- 45. San
Cristóbal de La Laguna – 141.627
- 46. León
– 136.414
- 47. Cádiz
– 135.816
- 48. Tarragona –
128.152
- 49. Lleida –
124.709
- 50. Marbella –
124.333
- 51. Santa Coloma de
Gramenet – 118.129
- 52. Mataró
– 116.698
- 53. Jaén
– 116.540
- 54. Dos Hermanas
– 112.273
- 55. Algeciras –
111.283
- 56. Torrejón de
Ardoz – 109.483
- 57. Ourense –
108.358
- 58. Alcobendas –
103.149
|
Infrastruktur
Straßennetz
Spanien verfügt über ein gut ausgebautes
Straßen- und Autobahnnetz
von 663.795 km Länge. Das Straßennetz ist
zum allergrößten Teil
befestigt. Das Fernstraßennetz umfasst
Nationalstraßen, carreteras nacionales,
und Autobahnen, die sogenannten autovías
(gebührenfrei) und autopistas
(mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der
gebührenpflichtigen autopistas kann mit
Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden.
Teilweise verlaufen gebührenpflichtige
Autobahnabschnitte parallel
zu gebührenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist
gebührenfreie autovías, viele
Fernverbindungen sind gebührenpflichtig.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt:
- innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h
- auf Landstraßen 90 km/h
- auf Landstraßen mit einem Randstreifen von
mindestens 1,5 m Breite oder einer zusätzlichen
Fahrspur 100 km/h
- auf den Autobahnen 120 km/h
Seit Sommer 2005 werden in Spanien Geschwindigkeitskontrollen
mit stationären Radargeräten durchgeführt.
In geschlossenen Ortschaften muss nachts immer mit
Abblendlicht
gefahren werden. Vorsicht beim Einfahren in Autobahnen: hier gilt zwar
wie im deutschen Sprachraum „Vorfahrt
gewähren“, jedoch wird
einfahrenden Autofahrern oft kein Platz zum Einscheren
eingeräumt.
Für Linksabbieger gibt es gelegentlich eine Art
„Wartespur“ in der
Mitte der Straße, von dieser Wartespur kann dann nach rechts
in die
Fahrspur eingeschert werden.
Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten
gesetzlich vorgeschrieben. Diese müssen bei Unfällen
und Pannen
getragen werden. Reservelampen für die Fahrzeugbeleuchtung und
zwei
rote Warndreiecke müssen ebenso im Kraftfahrzeug
mitgeführt werden.
Grüne Versicherungskarten sind zwar nicht Pflicht, aber
empfehlenswert,
da die Polizei damit vertraut ist.
In den letzten Jahren hat die Zahl der PKW und die
Verstädterung in
Spanien stark zugenommen. In Spanien gibt es
467 KFZ / 1000 Ew. 78 %
der Bevölkerung leben in Städten. Vielerorts herrscht
auch durch die
engen Straßen akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe
Linie am
Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt
oftmals eigene Abschleppwagen. Die Parkgebühren in
Ballungsräumen
liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen
Raum. In manchen Ballungsräumen (Madrid, Barcelona) sind die
Straßennetze gerade im Berufsverkehr örtlich
überfordert; teilweise gibt es Verkehrsleitsysteme wie in
Valencia.
Siehe auch: Liste der Autobahnen in Spanien
Fahrrad
Fahrradfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche
Betätigung
aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad selten genutzt.
Fahrradfahrer sind im Straßenverkehr rechtlich nicht besser
gestellt,
wie dies beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Fahrradwege sind
meist nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. Die einzelnen
Radwege sind oftmals nicht miteinander verknüpft. Im
Großraum Madrid
haben allerdings Autobahnen z.T. eine eigene Fahrradspur.
Fernbusnetz
Spanien verfügt über ein sehr gut
ausgebautes Busnetz. In kleinen
und großen Städten gibt es spezielle
Busbahnhöfe. Das Busnetz verbindet
insbesondere kleinere Städte und Dörfer, aber es gibt
auch
überregionale Linien und internationale Verbindungen.
Busfahren ist in
Spanien vergleichsweise billig.
Schifffahrt
Die größten Seehäfen sind in
Algeciras,
Barcelona, Valencia, Bilbao, Gijón und Santa Cruz de
Tenerife. Zwischen
der Iberischen Halbinsel und den Balearen sowie den Kanaren gibt es
eine Reihe von Fährverbindungen.
Für die Binnenschiffahrt
wurden im 18. und 19. Jahrhundert der Canal
Imperial de Aragón (es) und der Canal de
Castilla
gebaut. Inzwischen dienen diese jedoch nur noch dem Transport von
Trinkwasser. Zum Zwecke der Wasser- und Energieversorgung wurden im 20.
Jahrhundert in allen großen Flussläufen zahlreiche
Talsperren errichtet, so dass die Flüsse des Landes nicht mehr
schiffbar sind. Die
einzige Ausnahme ist der Guadalquivir zwischen Sevilla und dem
Mittelmeer. Die zahlreichen Stauseen im Landesinneren werden aber
für den Wassersport
genutzt. Im Rahmen der Expo 2008 wurde im Stadtgebiet von Saragossa ein
Personenschiffsverkehr auf dem Ebro eingerichtet.[13]
Bahnnetz
Spanischer Hochgeschwindigkeitszug AVE S-102
Das Bahnnetz (traditionell Breitspur)
der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE
wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE,
ungefähr 1.543 km Streckennetz[14]) ergänzt. Das
Fernverkehrssystem wird Grandes Líneas
genannt, der AVE ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den
Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercanías.
In folgenden Regionen gibt es Cercanías-Netze:
Asturias, Barcelona, Bilbao, Madrid, Málaga, Murcia/
Alicante, Santander, San Sebastián, Saragossa, Sevilla und
Valencia. Schmalspurstrecken werden sowohl von den regionalen
Gesellschaften SFM, EuskoTren, FGC und FGV, als auch von der
staatlichen FEVE betrieben.
Die spanischen Fernverkehrszüge der Grandes
Líneas werden in Tag- und Nachtzüge
unterschieden. Tagzüge sind der Alaris, Altaria,
Arco, Euromed, Talgo, Intercity
und Diurno. Nachtzüge sind der Trenhotel
und Estrella.
Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf
festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der
Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum
gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht für eine
Strecke,
sondern für ein Produkt verkauft.
Die Städte Barcelona, Bilbao, Madrid und Valencia
verfügen über U-Bahn- oder Metronetze, in Sevilla und
Palma de Mallorca sind entsprechende Netze im Aufbau. Einige
Städte wie Alicante, Bilbao, Teneriffa, Madrid und Barcelona
besitzen neu eröffnete Straßenbahnnetze.
Flughäfen
Flughafen Madrid-Barajas: größter internationaler
Verkehrsflughafen Spaniens
Etwa 40 spanische Städte verfügen
über einen Flughafen für Verkehrsmaschinen. Die
größten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia,
Spanair, Air Europa, Vueling und Clickair. Die Flughäfen von
Madrid und Barcelona
befinden sich – bezogen auf die Passagierzahlen –
unter den zehn
größten europäischen Flughäfen.
Zwischen den Flughäfen Madrid und
Barcelona gibt es eine Luftbrücke, puente
aéreo: zwischen 07:00 und 23:00 Uhr
starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Flüge. Die puente
aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft
Iberia betrieben.
Tourismus
Badetourismus auf Mallorca
Die Sierra Nevada: Pico del Veleta
Spanien ist nach Frankreich das weltweit zweitbeliebteste
Urlaubsland und Ziel von 7 % aller Touristen. 2004 brachte der
Tourismus Spanien Einnahmen in Höhe von
35,7 Mrd. €. Im Jahr 2005 haben
ca. 55,6 Mio. ausländische Touristen Spanien besucht.
Katalonien ist das wichtigste touristische Ziel in Spanien:
25,3 %
aller Touristen sind dorthin gereist, 12,7 % mehr als im
Vorjahr.
Zweitwichtigstes Touristenziel sind die Balearen, sie wurden von
9,4 Mio. Touristen besucht, 1% mehr als im Vorjahr. Danach
kommen Andalusien mit 7,6 Mio. Touristen (1,3 % mehr)
und das Land Valencia
mit 4,8 Mio. (9,5 % mehr).
Beliebte Reiseziele (mit viel besuchten Orten) sind :
- Pyrenäen
- Balearen
- Kanarische Inseln
- Costa Brava
- Barcelona
- Girona
- Lloret de Mar
- Rosas
- Costa Dorada
- Costa del Sol
- Costa de la Luz
- Costa Blanca
- Sierra Nevada
- Costa Verde
Landwirtschaft
54 % der Landesfläche werden
landwirtschaftlich genutzt,
Bewässerungsfeldbau wird auf ca. 20,1 % der
Anbaufläche betrieben.
144.000 km² der Landesfläche sind bewaldet.
In Spanien werden folgende
Agrarprodukte produziert: Getreide (vor allem Weizen und Reis),
Gemüse,
Oliven, Weintrauben, Zuckerrüben, Zitrusfrüchte wie
Orangen und
Zitronen, Fleisch (u.a. Schafe, Ziegen, Kaninchen und
Geflügel),
Milchprodukte (z. B. Manchego-Käse),
Seefisch und Meeresfrüchte. Spanien ist zudem seit 2004 das
einzige
europäische Land mit einer signifikanten transgenen
Anbaufläche (vor
allem genveränderter Mais).
Wohnungen
Viele spanische Familien haben neben einer Wohnung in der
Stadt ein Wochenendhaus auf dem Land oder am Meer. Nach Zahlen der Banco de España
gab es Ende 2005 in Spanien ca. 23,7 Mio. Wohnungen (spanisch Piso)
und 15,39 Mio. Haushalte.
Damit kommen auf einen spanischen Haushalt 1,54 Wohnungen, die
höchste
Rate der Welt. 85 % der spanischen Wohnungen werden von ihren
Eigentümern bewohnt, 15 % vermietet.
Der spanische Durchschnittspreis für eine neue Wohnung
beträgt 2.510 €/m² (Dezember 2005).
Die Wohnungspreise sind aber regional unterschiedlich
Kultur
Miguel de Cervantes Saavedra
(1547-1616) gilt als Nationaldichter Spaniens
| Spanische
Kinospielfilmproduktion[32] |
| Jahr |
Anzahl |
| 1975 |
110 |
| 1985 |
77 |
| 1995 |
59 |
| 2005 |
142 |
- Literatur: Miguel de Cervantes, Tirso de Molina, Lope de
Vega, Pedro Calderón de la Barca, Francisco de Quevedo,
Baltasar Gracián, Rosalía
do Castro, José
Zorrilla, Federico García Lorca, Camilo
José Cela
- Musik: Tomás Luis de Victoria, Antonio de
Cabezón, Flamenco, Manuel de Falla, Paco de Lucía,
Joaquín Rodrigo, Ernesto
Halffter
- Film: Luis Buñuel, Carlos Saura, Pedro
Almodóvar, Fernando Trueba, Alejandro Amenábar
- Malerei: Francisco de Zurbarán, Diego Velázquez,
Bartolomé Esteban Murillo, Alonso Cano, Francisco de Goya, Joaquín Sorolla y Bastida,
Pablo Picasso, Salvador Dalí
- Bildhauerei: Joan Miró, Eduardo Chillida,
José Álvarez, Julio González
- Architektur: Antoni Gaudí, Santiago Calatrava,
César Manrique, Ricardo Bofill, Juan Bautista de Toledo,
Rafael Moneo
- Mode und Kleidung: Cristóbal Balenciaga, Manolo
Blahnik, Amaya Arzuaga, Custo Dalmau, Paco Rabanne, Mantilla
Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf.
Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen,
in der
Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen
vieler
Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es
aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert sei,
in ihrer
heutigen Form fortgeführt zu werden.
Sport
Die Spanische Fußballnationalmannschaft nach dem Gewinn der
Europameisterschaft 2008
Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste
Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport. Die bekanntesten
Vereine sind Real Madrid und der FC Barcelona, die zu den
erfolgreichsten Fußballklubs Europas gehören.
Weitere bekannte Klubs sind der FC Valencia, Atlético Madrid,
Athletic Bilbao, Real Saragossa oder der FC Sevilla. Die
Nationalmannschaft konnte bislang zwei Europameisterschaften
für sich entscheiden, 1964 im eigenen Land und 2008 in
Österreich und der Schweiz.
Weitere beliebte Mannschaftssportarten sind Basketball,
Handball, Feldhockey, Futsal, Volleyball und Wasserball, an den
Universitäten erfreut sich außerdem Rugby
großer Beliebtheit. Vor allem in den Regionen Katalonien und
Galicien wird auch der Rollhockeysport zahlreich betrieben.
Auch Motorsport ist in Spanien sehr beliebt. Beim Rennsport
für Straßenmotorräder brachte das Land
internationale Stars wie Ángel Nieto, Jorge
Martínez “Aspar” oder Àlex
Crivillé hervor. Die derzeit bekanntesten aktiven Fahrer
sind Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo und Álvaro Bautista, die
bereits Weltmeistertitel gewinnen konnten. Der spanische
Motorradhersteller Derbi
konnte elf Fahrerweltmeisterschaften und acht Konstrukteurswertungen
für sich entscheiden. Weitere beliebte Motorsportarten sind
Rallye, Rallye Raid und Motorrad-Trial. Die Formel 1 führte in
Spanien lange ein Schattendasein, dies änderte sich jedoch
schlagartig durch die Erfolge von Fernando Alonso, der 2005 und 2006
die Weltmeisterschaft gewinnen konnte.
Radsport erfreut sich sowohl als Breiten- als auch als
Profisport großer Beliebtheit. Mit Miguel Induráin,
Federico Bahamontes, Luis Ocaña, Pedro Delgado,
Óscar Pereiro, Alberto Contador und Carlos Sastre
verfügt Spanien über sieben Tour de France-Sieger.
Auch der mehrfache Weltmeister Óscar Freire ist ein Begriff.
Ein großes Radsportereignis ist die Vuelta, weitere
international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die
Katalonien-Rundfahrt und das Clásica San Sebastián.
Der bedeutendste Individualsport ist Tennis. Zu den
international bekanntesten Spielern zählen Manuel Santana,
Sergi Bruguera, Arantxa Sánchez Vicario, Conchita
Martínez oder der noch aktive Rafael Nadal. Den Davis Cup
gewann Spanien bisher drei Mal, den Fed Cup fünf Mal.
Auch beliebt ist Padel,
ein relativ neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf wo
bekannte Profis wie Severiano Ballesteros, José
María Olazábal oder Sergio García zu
nennen sind. Im Nordosten Spaniens wird Pelota, der baskische
Nationalsport, und in der Region Valencia Pilota
Valenciana gespielt.
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