Türkei Urlaub - Angebote finden
Zielregionen: Adana, Antalya, Bodrum, Dalaman, Istanbul, Izmir, Kayseri
Die Türkei (amtlich Türkiye Cumhuriyeti, dt.
Republik Türkei, Abkürzung T.C.) ist eine
demokratische Republik in Asien und Europa. Der Einheitsstaat mit
annähernd 99 Prozent muslimischer Bevölkerung ist
laizistisch geprägt; er wurde nach dem Ersten Weltkrieg der
Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches. Staatsgründer Mustafa
Kemal Atatürk war bestrebt, die Türkei durch viele
gesellschaftliche Reformen nach dem Vorbild verschiedener
europäischer Nationalstaaten zu modernisieren. Seit dem 3.
Oktober 2005 steht die Türkei in Beitrittsverhandlungen mit
der Europäischen Union.
Geographie
Lage
Städte, Flüsse und Nachbarländer im
Überblick
Die Türkei erstreckt sich geografisch über
zwei Kontinente. Anatolien, der asiatische Teil des türkischen
Staatsgebiets, nimmt etwa 97 % der Fläche ein (ca
760.000 km²). Den europäischen Teil bildet das
östliche Thrakien, er umfasst etwa 3 % der
Landesfläche (23.623 km²).
Die Landesgrenzen der Türkei haben eine
Gesamtlänge von ca. 9.850
km, davon sind 7.200 km vom Meer umgrenzt. Im Westen der
Türkei liegt
das Ägäische Meer, im Süden das Mittelmeer
und im Norden das Schwarze Meer. Daneben teilt die Türkei mit
acht Nachbarländern eine Grenze mit einer Gesamtlänge
von 2.648 km. Im Nordwesten grenzt sie an Griechenland (206 km Grenze)
und Bulgarien (240 km), im Nordosten an Georgien (252 km), Armenien
(268 km), Aserbaidschan (Exklave und autonome Republik Nachitschevan, 9
km), im Osten an den Iran (499 km) und im Süden an den Irak
(352 km) und Syrien (822 km). Die politisch geteilte Insel Zypern mit
der Republik Zypern und der international nicht anerkannten
Türkischen Republik Nordzypern befinden sich ebenfalls nicht
weit von der türkischen Küste entfernt.
Geologie
Die Türkei liegt größtenteils auf
der Anatolischen Platte, die im Norden und Osten an die Eurasische
Platte, im Süden an die Arabische Platte und im
Südwesten an die Afrikanische Platte grenzt. Durch die
Nordanatolische Verwerfung, eine Transformstörung,
gehört vor allem der Norden der Türkei zu den am
stärksten erdbebengefährdeten Regionen der Welt und
wurde in den letzten Jahren immer wieder von Erdbeben
erschüttert. Da eine gewisse chronologische Ost-West-Abfolge
der Erdbeben in der Nordtürkei festzustellen ist, gehen
Experten davon aus, dass in absehbarer Zeit auch I.stanbul von einem
großen Beben erschüttert werden könnte. Die
letzten großen Beben in der Provinz Kocaeli, wie das Erdbeben
von Gölcük, waren weniger als 100 km von I.stanbul
entfernt.
Landschaftsbild
1. Marmararegion, 2. Zentralanatolien, 3.
Ägäisregion, 4.
Mittelmeerregion, 5. Schwarzmeerregion, 6. Südostanatolien, 7.
Ostanatolien
Landschaft westlich Ankaras
Die Türkei wird in sieben geographische Gebiete oder
Regionen unterteilt: Marmararegion, Ägäisregion,
Schwarzmeerregion, Zentralanatolien, Mittelmeerregion, Ost- und
Südostanatolien. Diese Regionen unterscheiden sich stark
bezüglich Vegetation und Wetterbedingungen.
Thrakien liegt westlich vom Bosporus auf der
europäischen Seite. Auf der thrakischen Hochebene bildet der
Fluss Meriç die Grenze zu Griechenland. Östlich vom
Bosporus liegt die Marmara-Region. Das Marmarameer trennt Europa von
Asien und das Ägäische Meer vom Schwarzen Meer. Zum
Mittelmeer hin erstrecken sich die Dardanellen auf einer Länge
von 60 km. Die beiden Landzungen sind bei Çanakkale mit bis
zu 4 km am breitesten. Am Bosporus liegt die Millionen-Metropole
I.stanbul.
Die Landschaft in dieser Region ist hügelig und von
Büschen und Wäldern
bedeckt. Der fruchtbare Ackerboden weicht im Osten einer
Steppenlandschaft. Die Region bildet das wirtschaftliche Zentrum der
Türkei. Die Millionenstadt Bursa ist Kurort und
berühmt für ihre Schwefel- und Thermalquellen. Sie
liegt zu Füßen des Uludag(-Gebirges. Der Berg ist
ganzjährig ein beliebtes Ausflugsziel.
Die Ägäis-Region wird ebenfalls
landwirtschaftlich intensiv genutzt.
Die stark hügelige Landschaft erstreckt sich entlang der
Westküste
zwischen Çanakkale und Bodrum. Die Küstenregion
gehört zu den am besten touristisch erschlossenen Regionen der
Türkei. Neben Zypressen und Ölbäumen
prägen Weinreben die Landschaft. In dieser Region finden sich
viele antike Bauten aus der Zeit der griechischen Besiedlung, z. B.
Troja, Assos (Behramkale), Pergamon (Bergama), Ephesus (Efes), Priene,
Milet, Didyma und Euromos.
Die Schwarzmeer-Region umfasst den nördlichen
Küstenstreifen der
Türkei. Sie ist geprägt durch ein mildes, feuchtes
Klima, und auf ihrer
bergigen Landschaft erstrecken sich große Wälder.
Auf dem sehr
fruchtbaren Boden werden Tee, Tabak, Mais und Haselnüsse
angebaut.
Die zentralanatolische Region umfasst die inneranatolischen
Hochebenen. Hier liegen der Salzsee Tuz Gölü und
Gebirgsketten, die stellenweise bis zu 3.900 m hochragen. Im
Osten liegt Kappadokien, das wegen seiner in Tuffstein getriebenen
Wohnhöhlen und Felsenkirchen
in bis zu 2.000 m hohen Bergkegeln berühmt ist.
Inneranatolien ist
überwiegend durch eine Steppenlandschaft geprägt und
gehört zu den
trockensten Gebieten Anatoliens;
in der Region um den Tuz Gölü nimmt die Landschaft
wüstenähnliche
Gestalt an. Deshalb ist die landwirtschaftliche Nutzung in dieser
Region nicht so stark ausgebildet wie in den zuvor genannten Regionen.
Vor allem Weizen, Gerste und Obst
werden hier angebaut. Das Klima dieser Region ist geprägt
durch heiße,
trockene Sommer mit kalten Abenden. Die Winter sind mit Temperaturen
bis unter −20 Grad Celsius sehr kalt.
Die Mittelmeerregion wird im Norden vom Taurus- und im Osten
vom Amanosgebirge begrenzt. In dieser Region werden
überwiegend Zitrusfrüchte, Bananen, Tomaten,
Erdnüsse und Baumwolle angebaut.
Burg von Van am Vansee im Osten der Türkei
Südostanatolien ist die älteste Kulturregion
der Türkei. Sie wird
vom Taurus-Gebirge umschlossen. Hier verlaufen die beiden
Flüsse Euphrat und Tigris. Landwirtschaftlich wird diese
Region durch Weizen-, Gersten-, Wein-, Oliven- und Pistazienanbau
genutzt. Neben Gebirgsverläufen ist die Region
östlich des Euphrat
durch ein Hochplateau geprägt. Zur weiteren
landwirtschaftlichen
Kultivierung werden im Rahmen des Südostanatolien-Projekts
entlang des Euphrat und Tigris über 22 Staudämme
errichtet.
Höchste Berge der Türkei: (siehe auch: Liste
der Berge in der Türkei)
- Großer Ararat (Büyük Ag(r? Dag(?)
– 5.137 m
- Buzul Dag(? – 4.135 m
- Süphan Dag(? – 4.058 m
- Kleiner Ararat (Küçük Ag(r?
Dag(?) – 3.896 m
- Kaçkar Dag(? – 3.932 m
- Erciyes Dag(? – 3.891 m
Der Tigris in der Nähe von Diyarbak?r
Wichtigste Flüsse der Türkei: (siehe auch:
Kategorie:Fluss in der Türkei)
- K?z?l?rmak 1.355 km
- F?rat (Euphrat)
- Sakarya
- Murat und Karasu, die Quellflüsse des Euphrat
- Dicle (Tigris)
- Seyhan
- Ceyhan
- Göksu
- Büyük Menderes (Großer
Mäander)
Seen der Türkei:
- Van Gölü 3.713 km²
- Tuz Gölü 1.500 km² (Salzsee)
- Beys,ehir Gölü 656 km²
- Eg(ridir Gölü 468 km²
- Aks,ehir Gölü 353 km²
- I.znik Gölü 298 km²
Bedeutende Inseln der Türkei: (siehe auch:
Kategorie:Insel (Türkei))
- Gökçeada 279 km²
- Marmara Adas? 117 km²
- Bozcaada 36 km²
- Uzunada 25 km²
- Alibey 23 km²
- Pas,aliman? 21 km²
- Avs,ar 21 km²
Ethnien
Die genaue ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung
in der Türkei ist nicht exakt feststellbar. Bei offiziellen
Volkszählungen
wird die ethnische Zugehörigkeit nicht erfasst. Ermittelt wird
hingegen
Muttersprache und Zweitsprache, wobei die Zahlen bei vielen
Minderheiten aufgrund der türkischen Assimilationspolitik
stark rückläufig sind. Hinzu kommt, dass sich in der
Türkei seit
Jahrhunderten die verschiedensten Volksgruppen mischen, so dass die
Zurechnung eines Menschen zu einer Volksgruppe vielfach
schwerfällt.
Besonders umstritten ist die genaue Zahl der Kurden und Zaza,
der größten und sich der Assimilation am
stärksten entziehenden
Volksgruppen. Die Angaben zu den Ethnien differieren je nachdem, welche
Quellen herangezogen werden, stark. Demnach leben in der
Türkei
folgende Ethnien: 77[8] bis 81 %[9] Türken, 14 bis
18 % Kurden, 4 % Zaza, 2 bis 3 % Araber,
2 % Bosniaken[10], 1 % Albaner, 1 %
Tscherkessen, 0,5 % Lasen, 0,5 % Georgier sowie
diverse andere ethnische Gruppen und Nationalitäten wie Roma,
Armenier/Hems,inli, Bulgaren/Pomaken, Aramäer, Tschetschenen
und Griechen.
Die Bevölkerungsgruppe der Türken wird
unterschiedlich definiert.
Die türkische Regierung zählt seit 1965
Bevölkerungsgruppen dazu, die
von anderen Quellen zum Teil als Angehörige anderer
Turkvölker angesehen werden. Dies betrifft etwa 600.000
Aserbaidschaner, jeweils bis zu 200.000 Mescheten und Turkmenen, etwa
15.000 Gagausen, jeweils etwa 1.000 Kasachen, Kirgisen, Kumyken, Usbeken
und 500 Uiguren.
Sprachen
Die National- und Amtssprache der Türkei ist die
Turksprache Türkisch, die in der Türkei von
über 80% der Bevölkerung als Muttersprache und von
weiteren 10–15 % als Zweitsprache gesprochen wird.
Damit ist das Türkische die mit Abstand wichtigste Sprache in
der heutigen Türkei.
Darüber hinaus gibt es etwa zwanzig Sprachen aus
insgesamt fünf verschiedenen Sprachfamilien,
die heute von nicht-türkischen in der Türkei
ansässigen Ethnien und
Minderheiten gesprochen werden. In diesem Sinne ist die Türkei
ein
multiethnischer Staat. Die bedeutendsten dieser Sprachen sind (nach der
Anzahl ihrer Muttersprachler)
- Kurmandschi oder Nordkurdisch mit etwa 10 Mio. Sprechern (indogermanische
Sprache des iranischen Zweigs)
- Zazaki mit 1,2–2 Mio. Sprechern (indogermanische
Sprache des iranischen Zweigs)
- Arabisch (Nordmesopotamisches Arabisch) mit etwa 1 Mio.
Sprechern (afroasiatische Sprache des semitischen Zweigs)
- Aserbaidschanisch mit 550.000 Sprechern in der
Türkei (Turksprache des oghusischen Zweigs)
- Kabardinisch oder Ost-Tscherkessisch mit 550.000 Sprechern
in der Türkei (westkaukasische Sprache)
- Adygeisch oder West-Tscherkessisch mit knapp 300.000
Sprechern (westkaukasische Sprache)
- Bulgarisch (Pomakisch) mit 300.000 Sprechern
(indogermanische Sprache des slawischen Zweigs)
Im Jahre 1914 gab es im Osmanischen Reich etwa 1,3 Millionen
Armenier[11] mit der Muttersprache Armenisch. Ihre Zahl ist durch den
Genozid von 1915-17 und die Vertreibungen auf etwa 40.000
zurückgegangen. Hinzukommen etwa 70.000 armenische illegale
Einwanderer.[12]. Griechisch wurde um 1914 noch von 1,73 Millionen
Menschen[11] im Osmanischen Reich gesprochen, davon sind heute noch
4.000 Sprecher in Istanbul geblieben. Von den einst weit verbreiteten
aramäischen Sprachen - den Dialekten der aramäischen
Christen - ist heute außer dem Turoyo
(3.000 Sprecher) nur noch die kleine Hertevin-Sprache (1.000 Sprecher)
in der Türkei vertreten. Die früheren
aramäischen Sprachen
Nestorianisch-Neuaramäisch („Assyrisch“),
Chaldäisch-Neuaramäisch
(Kaldoyo) und Jüdisch-Neuaramäisch (Lishana Deni)
werden heute in der
Türkei nicht mehr gesprochen.
Andere Minderheitensprachen sind die indogermanischen Sprachen
Albanisch (15.000 Sprecher in der Türkei), Romani (25.000) und
Domari (30.000). Zur kartwelischen Gruppe der kaukasischen Sprachen
gehören in der Türkei Georgisch (40.000 Sprecher) und
Lasisch (30.000). Außer den schon erwähnten Sprachen
Kabardinisch und Adygeisch werden die westkaukasischen Sprachen
Abchasisch (5.000) und Abasinisch (10.000) in der Türkei
gesprochen.
Durch aktuelle Flüchtlingsbewegungen gibt es
über die etwa zwanzig
genannten Landessprachen hinaus heute kleinere Gruppen von Sprechern
der Turksprachen Turkmenisch, Kasachisch, Kirgisisch, Usbekisch,
Uigurisch, Kumykisch und Krim-Tatarisch; außerdem einige
Hundert Sprecher der kaukasischen Sprachen Tschetschenisch, Lakisch und
Lesgisch sowie der iranischen Sprachen Ossetisch und Persisch
(Farsi). Da es sich hierbei um Flüchtlingsgruppen handelt,
werden diese
Sprachen nicht zu den „Sprachen der
Türkei“ gezählt. Die türkische
Gebärdensprache wurde im Juli 2005 gesetzlich anerkannt.
Auf dem Staatsgebiet der heutigen Türkei wurden im
Laufe der
Geschichte viele bedeutende Sprachen gesprochen, die heute ausgestorben
sind. Zu den wichtigsten zählen Hethitisch, Luwisch, Lykisch,
Lydisch, Phrygisch, Akkadisch (in der Form des Assyrischen),
Urartäisch, Altgriechisch, Byzantinisch, Altarmenisch,
Lateinisch und das klassische Syrisch, die Religionssprache der
aramäischen Christen.
Der Artikel Sprachen der Türkei
gibt eine Gesamtübersicht über die Vielfalt der
aktuellen und
historischen Sprachen im Gebiet der heutigen Türkei und ihre
genetische
Zuordnung zu den einzelnen Sprachfamilien. Quelle der genannten
Sprecherzahlen sind Ethnologue
2005 und mehrere statistische Übersichtswerke. Die genetische
Einordnung der Sprachen stammt aus dem unten angegebenen Weblink
„Die
Sprachen der Türkei“.
Städte
Die Verstädterung ist in der Türkei weit
vorangeschritten, 74 % der Gesamtbevölkerung leben in
einer Stadt.
Der Südosten und Nordosten des Landes sind sehr dünn
besiedelt, der
Großteil lebt und arbeitet in den großen
Ballungszentren an der
Westküste und die Region um das Viereck Ankara, Sivas, Kayseri
und Konya in der Zentral-Türkei.
Hauptstadt und Regierungssitz ist das in Zentralanatolien
gelegene Ankara mit 4.466.756 Einwohnern. Hier hat zudem die
Große Nationalversammlung
ihren Sitz, sowie die Führungskommandos aller
Teilstreitkräfte. Ankara
ist eines der großen Industrie- und
Dienstleistungsballungszentren der
Türkei und Universitätsstadt, u.a. sitzt hier die von
Mustafa Kemal
1936 gegründete Ankara Üniversitesi, die
älteste Universität Ankaras.
Mega-Metropole, größte Stadt des Landes und
zugleich wichtigstes
wirtschaftliches und kulturelles Ballungszentrum des Landes ist das am
Bosporus gelegene Istanbul (früher Konstantinopel), das von
der Meerenge geteilt wird und sich so auf zwei Kontinenten
über eine Fläche von ca. 1.269 km²
erstreckt. Die eigentliche Stadt hat 11.174.257 Einwohner; in der
gesamten Metropolregion,
die sich vollständig auf die Bodenfläche der Provinz
Istanbul
erstreckt, leben auf einer Fläche von ca.
5.220 km² ca. 12.573.836
Menschen. Damit ist Istanbul eine der größten
Städte der Welt.
I.zmir ist mit 3.739.353 Einwohnern die
drittgrößte türkische Stadt und
verfügt nach Istanbul über den
zweitgrößten Handelshafen. Bursa
(2.439.876 Einwohner), die ehemalige Hauptstadt des Osmanischen
Reiches, ist heute ein wichtiger Wirtschaftsstandort für die
Automobil-
und Textilindustrie. Die wichtigste Stadt im Südosten der
Türkei ist Diyarbakir.
Diyarbakir (1.460.714 Einwohner) besitzt nach der Chinesischen Mauer
die größte und besterhaltene Befestigungsanlage der
Welt. Sie besteht
zum größten Teil aus Basalt. Die Anlage wird in
einen inneren und einen
äußeren Abschnitt unterteilt. Weitere wichtige
Städte sind Adana (2.006.650 Einwohner), Gaziantep (1.560.023
Einwohner), Konya und die Touristenhochburg Antalya (Stand 2007).
Museen und historische Plätze
Der Topkap? Saray?
in Istanbul war jahrhundertelang der Wohn- und Regierungssitz der
Sultane sowie das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches. Heute
beherbergt er als Museum Sammlungen von Porzellan, Handschriften,
Porträts, Gewändern, Juwelen und Waffen aus dem
Osmanischen Reich.
Ferner diverse islamische Reliquien, wie Waffen Mohammeds und der
ersten Kalifen, eines der ältesten Koranexemplare oder auch
angebliche
Barthaare des Propheten Mohammed. Konservative Muslime fordern deswegen
eine Schließung des Palastes für den Tourismus. Das
Museum bildete 1964
die Kulisse zu dem gleichnamigen Film „Topkapi“ mit
Peter Ustinov.
Gleich gegenüber befindet sich die Hagia Sophia,
ehemals Hauptkirche des byzantinischen Reiches und religiöser
Mittelpunkt der Orthodoxie. Nach der osmanischen Eroberung wurde die
Hagia Sophia Hauptmoschee der Osmanen. Heute ist der sakrale Bau
für
die Öffentlichkeit als Museum zugänglich.
Auf dem dritten Rang der meistbesuchten Kulturstätten
der Türkei
liegt mit etwa 2 Millionen Besuchern im Jahr die antike Metropole
Ephesos, die seit 1895 von österreichischen
Archäologen erforscht wird und mit der wieder aufgerichteten
Fassade der Celsus-Bibliothek und den Ruinen der Hanghäuser
die Touristen beeindruckt.
Auch die bekannteste Stadt des Altertums, Troja, befindet sich
in der Türkei. Sie liegt in der Landschaft Troas am Hellespont
im Nordwesten des Landes.
Zu den europaweit bedeutendsten archäologischen
Museen gehören das Archäologische Museum in Istanbul
und das Museum für anatolische Zivilisationen in Ankara.
Der I.shak Pas,a Saray? ist ein zwischen 1685 und 1784 erbauter
und heute in Ruinen liegender burgähnlicher Palast des
kurdischen Emirs von Dog(ubeyaz?t, Çolak Abdi Pas,a, und
seines Sohnes I.shak Pas,a II. Er liegt im äußersten
Osten der Türkei, etwa 6 km von der Stadt Dog(ubeyaz?t
entfernt an einem Berghang. Der Gebäudekomplex vereint
armenische,
georgische, persische, seldschukische und osmanische Architekturstile.
Badestrände und Landschaften
Insgesamt sind 235 (Stand 2007) Strände in der
Türkei mit der blauen Flagge
ausgezeichnet, welches jedes Jahr an Strände und Marinas
vergeben wird,
an denen in der vorangegangenen Saison ein konstant hoher Standard
hinsichtlich der Badewasserqualität eingehalten wurde.
Die Südküste zwischen Antalya im Westen und
dem Kap Anamur im Osten der Türkei, auch als
Türkische Riviera bekannt, ist eines der touristischen Zentren
des Landes. Neben Antalya ist Alanya die wichtigste Stadt. Daneben ist
für Badeurlauber auch die südliche
Ägäisküste sehr beliebt.
Ein weiterer sehr beliebter Badeort ist Bodrum. Neben dem
ausschweifenden Nachtleben ist Bodrum für seine
mittelalterliche Kreuzritterburg (Bodrum Kalesi) bekannt.
Fethiye ist für seine Buchten, Inseln und
Strände bekannt. In der Nähe befindet sich Myra, wo
sich neben lykischen Felsengräber auch die Kirche des Nikolaus
befindet.
Kappadokien ist eine Landschaft in Zentralanatolien. Einer der
bekanntesten Orte ist Göreme mit seinen aus dem weichen Tuff
herausgehauenen Höhlenkirchen.
Die Gegend besteht aus Tuff, welcher wegen der geringen
Niederschlagsmengen und dem Wind nur langsam verwittert.
Härteres
Gestein bleibt stehen, so dass die sogenannten Feenkamine entstehen.
Weltkulturerbe und Weltnaturerbe
Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen folgende
türkische Stätten:
- Altstadt Istanbuls
- Süleymaniye-Moschee
- Sultan-Ahmed-Moschee
- Topkap?-Palast
- Hagia Sophia
- Chora-Kirche
- Theodosianische Landmauer
- Archäologische Stätte von Troja
- Nationalpark Göreme
- Felsendenkmäler von Kappadokien
- Antike Stadt Hierapolis mit den Kalksinterterrassen von
Pamukkale
- Ruinen von Hattuša
- Monumentalgrabstätte auf dem Berg Nemrut
- Altstadt Safranbolus
- Ruinen von Xanthos mit dem Heiligtum Letoon
- Große Moschee und Krankenhaus von Divrig(i
Antike Weltwunder
Mit dem Tempel der Artemis (Artemision) in Ephesos und dem Mausoleum
von Halikarnassos in Bodrum liegen zwei der sieben antiken Weltwunder
in Anatolien.
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